Steuern gerne zahlen – wie geht das?

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Wenn ich nach einem Begriff suche, um meinen Teilnehmer:innen das NLP-Format “Pralinée-Muster” zu erklären, in dem es darum geht, sich für ungeliebte Aufgaben zu motivieren, nutze ich spontan meist das Wort “Steuererklärung”.
Dann verziehen die meisten den Mund und lächeln schief. Ja Steuern zahlen und sich überhaupt damit auseinander zu setzen ist wohl für viele eine unangenehme Tätigkeit! Auch mir fällt es nicht leicht und ich schiebe es gern vor mir her.
Warum ist das so? Also, ich habe mal gehört, dass der Ort für “Geld ausgeben” im Gehirn direkt neben “Zahnschmerzen” angesiedelt sein soll – eine ungünstige Konstellation!

Selbstcoaching-Experiment

Tja, aber als “Expertin für Lebensfreude” kann ich es ja nicht auf mir sitzen lassen, nicht auch für die Steuer ein “Reframing” zu finden, also ihr etwas Positives abzugewinnen. Also setze ich mich jetzt mal dran und bearbeite das Thema. Und du erlebst den Prozess als Leser:in live mit!

Als erstes fällt mir dazu ein: unser Steuerberater sagte mir einmal, weil wir hier in Deutschland soviel Steuern zahlen, können wir sicher durch die Straßen gehen, ohne ständig Angst davor haben zu müssen, überfallen und ausgeraubt zu werden. Also der Wert “Sicherheit” meldet sich, das hat schon was! Also können wir Dankbarkeit empfinden für den sozialen Frieden, der von unseren Steuergeldern finanziert wird.
Und nun, Gehirn streng dich an, was gibt´s sonst noch Gutes daran?

Was ist das Positive an Steuerabgaben?

Der Stolz meldet sich: “Sei froh, dass du soviel zahlen musst, das heißt, du hast gut verdient.” Stimmt! Das fühlt sich gut an. Die Brust weitet sich und ich atme tief durch. Erinnerungen an all die schönen Seminare mit begeisterten Teilnehmer:innen tauchen auf!

Als nächstes meldet sich der Gemeinschaftssinn, Angela Merkels berühmtes: “Wir schaffen das!” Die Steuern helfen, die Kluft zwischen Reichen und Armen auszugleichen. Also auch mein Gerechtigkeitssinn wird beruhigt.
Und wenn ich mir alle Menschen, Projekte und Institutionen vorstelle, die ich mit meinen Steuerabgaben  unterstütze, nicht zuletzt die Gehälter meiner Söhne, die in öffentlichem Dienst stehen, dann fällt mir die Trennung vom lieb gewordenen Geldbatzen wieder ein Stück leichter.

Pralinée-Muster-Transformation

So, nun gibt’s ja schon eine ganze Reihe an konstruktiven Ansätzen für die Transformation von unangenehmem zu angenehmem Gefühl, zumindest zu neutral. Wie immer im NLP suchen wir nun nach Situationen, wo ich die gefundenen Ressourcen: Sicherheit, sozialen Frieden, Stolz, Gemeinschaftssinn, Gerechtigkeit, und Unterstützung erlebe, aber in ganz anderem Kontext.

Ehrenamt

Hm, dazu fällt mir das Ehrenamt ein. Ich engagiere mich ja aktiv in meinem DVNLP-Verband, im Netzwerk Femme Total e.V., im Arbeitskreis “Frau&Wirtschaft“, unterstütze Kleinstunternehmerinnen durch KIVA.org und spende seit über 25 Jahren für Media Mondiale. Das alles tue ich gerne und sehe darin einen großen Sinn! Und würde ich die Arbeitszeit, die ich darin investiere, einmal mit meinem Stundensatz berechnen, käme wahrscheinlich ähnlich viel zusammen, wie ich an Steuern zahle.
So nun gehe ich mal in eine typische Situation im Ehrenamt – ich sehe den großen Kreis der fröhlich-bunten Femmes vor mir im Atelier und freue mich daran, dies mit ermöglicht zu haben. Das macht ein gutes Bauchgefühl, Euphorie kommt auf.

Intervention

Nun verbinde ich dieses gute Gefühl mit dem Ausfüllen des Sparkassen-Formulars … Moment … und sehe nun, wie mein Geld überall hinfließt, wo es gebraucht wird und gute Dienste leistet. Das wiederhole ich ein paarmal. Ja, das Gefühl des Geld abgebens wird immer besser.

Einwandbehandlung

Aber es meldet sich ein Einwand: Was ist, wenn sie mein Geld ausgeben für Sachen, die ich nicht gut finde? Z.B. für Kriege, hässliche Bauten, betrügerische Fördergeldempfänger, Verschwendung, …

Tja, okay, da hilft mein “Resonsibility-Check”♥: Ich frage mich: Wessen Verantwortung ist es, wofür die Steuergelder ausgegeben werden?
Nicht meine jedenfalls!

(♥ Mehr zum Resonsibility-Check erfährst du im 2 Schritt meiner Online Coaching-Masterclass!)

Okay. Jetzt brauche ich ein positives Beispiel für eine ähnliche Situation, für die ich nicht verantwortlich bin? Hm … Spontane Idee: Wohin das Rheinwasser fließt. Stimmt. Dafür bin ich echt nicht verantwortlich. Das kann ich gar nicht beeinflussen. Das ist gut!
Okay, ich nehme jetzt das Bild und Gefühl vom fließenden Rheinwasser und lasse es in das Einwandgefühl einfließen. Wirkung: es kommt das Gefühl und Bild von allen Wassern, die von überall her in die Nordsee münden, so wie alle Steuergelder auch in einen großen Topf kommen. Okay, das ist schön, ich liebe die Nordsee!
Jetzt sehe ich den großen Kreislauf vom Wasser vor mir, einzelne Wassertröpfchen werden zu Wolken, regnen sich irgendwo ab – wie einzelne Projekte, die vom großen Topf finanziert werden. Ja, das geht, ist okay.  Der Einwand ist aufgehoben.

Test

Wenn ich jetzt nochmal das Sparkassenformular vor mir sehe, wenn ich dem Finanzamt die nächste Vorauszahlung überweise, sehe ich tatsächlich das Meer vor mir. Gefühl: der Bauch ist leicht aufgewühlt, aber angenehm, und die Atmung ist frei! Jetzt merke ich erst, wie angespannt ich vorher war.
Das war ein spannendes Selbstcoaching! Und es beweist:

NLP wirkt!

Ich hoffe, du konntest di einzelnen Schritte gut nachvollziehen!
Und wenn du selbst Bereiche oder Aufgaben in deinem Leben hast, die dir schwer fallen, wende dich gern an mich, um sie für dich positiv zu wenden und dich dabei gut zu fühlen! Im Einzelcoaching, einem meiner Online-Webinare oder im Rahmen der NLP-Ausbildungen zeige ich dir gern, wie du dich auch von belastenden Druck-, Angst- und anderen negativen Gefühlen befreien kannst! So motiviert fällt es dir viel leichter, schwierige Aufgaben zu erfüllen und es ist effektiver und freudiger!