Meta-Modell der Sprache

Struktur des meta-Modells der Sprache

Das Meta – Modell der Sprache

Definition

  • Ein Metamodell beschreibt ein anderes Modell (deshalb Meta). Versteht man Sprache als Modell der Welt, dann ist das „Metamodell der Sprache“ das „Modell des Modells Sprache“.
  • Die Umkehrung der Sicht auf das Meta-Modell und dessen Anwendung ist das sogenannte Miltonmodell.
  • Erfindung  Jenison Thomkins zum Üben des Meta-Modells im Seminarkontext:
    Das Meta-Modell-Zirkeltraining!

Das Meta-Modell Zirkeltraining

Ziel:     Die Meta-Modell-Verletzungen spielerisch üben anhand realer Anliegen oder Glaubenssätze, die so – ähnlich wie beim „Sleight of Mouth“-Format – konkretisiert, gelöst oder zumindest in Zweifel gezogen werden.

Anleitung:

Für jede der insgesamt 12 Meta-Modell-Verletzungen wir im Meta-Modell-Zirkeltraining eine Station durch jeweils einen Zirkeltrainer besetzt. Zusammen bilden sie eine höchst intensive, erlebnis- und spaßreiche Lernlandschaft!

  1. Die TeilnehmerInnen werden aufgeteilt, je nach Gruppen- und Raumgröße in 4, 6 oder 12 Zirkeltrainer (ZT) und eine beliebige Anzahl Coachees (As).
  2. Jede/r der ZT bekommt eine Meta-Modell-Verletzung zugeteilt und positioniert sich damit im Zirkeltrainings-Kreis.
  3. Ein TN (A1) beginnt mit dem Zirkeltraining. A geht mit einem aktuellen Anliegen zur 1. Station und formuliert einen dazu passenden „Klagesatz“: z.B. Ich hab keine Lust, aufzuräumen!“
  4. Der auf der 1.Station positionierte Zirkeltrainer stellt dazu passende Meta-Modell-Auflösungsfragen, z.B. Was oder wo willst du nicht aufräumen?“ Der ZT fährt fort zu fragen, bis A1 eine vollständigere sprachliche Beschreibung geliefert hat.
  5. Dann geht A1 weiter zum nächsten ZT und formuliert dort einen zur nächsten Meta-Modell-Verletzung passenden „Klagesatz“, z.B. „Ich sollte ordentlicher sein!“ Der ZT kontert wieder mit z.B.: „Ordentlicher als wer? Als was? Verglichen womit?“ Und ermöglicht A1 so ein Aha-Erlebnis.
  6. Während A1 zur 2. Station geht, steigt ein zweites A (A2) zur 1. Station und beginnt einen neuen Zirkel für sich.
  7. Wenn A1 den Zirkel durchlaufen hat, schreibt er/sie sich die gewonnenen Erkenntnisse auf. Anschließend löst er/sie den letzten ZT ab, der sich dann in die Reihe der Coachees begibt, um selbst das Zirkeltraining zu absolvieren.
  8. Wenn alle auf diese Weise alle TN alle Stationen des Zirkels durchlaufen haben, können die bei kleineren Gruppen (oder Räumen) noch übrigen Meta-Positions-Stationen nun auf dieselbe Weise in einem weiteren Zirkeltrainings-Prozess trainiert werden.

Anmerkung: Falls A Schwierigkeiten hat, passende „Klagesätze“ zu formulieren, kann der jeweilige ZK oder der Lehrtrainer mit Vorschlägen unterstützen.