Wie du emotionale Situationen im Coaching bewältigst, ohne dass es dich selbst mitreißt.

© Katrin Lübeck

Cool bleiben, auch wenn dein Coachee weint…

Viele Coache fürchten, mit ihren Fragen etwas Schlimmes beim Coachee auszulösen. Besonders, dass jemand in Tränen ausbricht.

Ich sehe das ganz anders. Tränen gehören zu einem guten Coaching dazu. Natürlich im begrenzten Ausmaß. Selbstverständlich musst du  jemanden aus einem Stuck State herausholen, wenn die Tränen nicht versiegen wollen. Dann kannst du ihn oder sie ja auch gar nicht mehr coachen.

Wenn aber nach tiefen Erkenntnissen im Coaching die Augen ein bisschen feucht werden, oder auch ein paar Tränchen über die Wangen rinnen, dann sehe ich das als wunderbaren Moment der Rührung an. Diese Tränen sind ein Ausdruck davon, dass wir mit uns selbst in Kontakt treten und Mitgefühl für uns selbst entwickeln. Meist passiert dabei etwas Wichtiges. Auf einer tiefen Ebene kommen negative Gefühle wieder ins Gleichgewicht.

Was du als Coach in einem solchen emotionalen Moment tun kannst, ist, sanft und freundlich über den Rücken streichen, zum tiefen Durchatmen einladen und ein Taschentuch reichen. Lass ein bißchen Zeit verstreichen und bleibe gelassen. Vertraue dem Prozess.

Vielleicht kannst du auch etwas sagen wie: “Das hättest du jetzt nicht erwartet?” Oder: “Hm, hm, das geht jetzt tief!” Damit bleibst du im Rapport und behältst das Ruder in der Hand.

Wenn das Weinen nicht aufhört und dein Coachee immer stärker in sich selbst versinkt, holst du ihn oder sie ganz klar heraus. Du kannst so etwas sagen wie: “Schau mich bitte an. Atme tief durch. Wo sind wir hier? Wie heißt du, was bist du von Beruf?” Das sind Fragen, die deinen Coachee wieder ins Hier und Jetzt zurückholen und erden.

Gerne reiche ein Glas Wasser. Wasser hilft immer. Auch Bewegung. Du nimmst deinen Coachee freundlich am Arm, und ihr lauft gemeinsam eine Runde, bist du das Gefühl hast, dass wieder eine Arbeitsatmosphäre hergestellt ist. Wenn das nicht geht, hast du die Verantwortung, dass es deinem Coachee gut geht. Du kannst ihn/sie fragen, ob jemand zum Abholen kommen kann. Im äußersten Falle musst du professionelle Hilfe holen.

Emotionen gehören zum Coaching dazu. Du kannst und darfst sie nicht vermeiden. Ja, eine gewisse Betriebstemperatur ist sogar die Voraussetzung dafür, dass überhaupt ein Coaching Effekt erzielt wird. Wenn die Emotionen zu gelassen oder gleichgültig sind, könnt ihr lieber einen Cappuccino zusammen trinken und über das Wetter sprechen. Auf der anderen Seite dürfen sie eben auch nicht überschießen, denn dann kannst du nicht die forschenden Fragen stellen, die dir als Coach die Situation des Cochees genau beschreiben sollen.

Es würde keinen Sinn machen, wenn jemand schon sehr traurig ist, noch weiter zu fragen, was er sieht oder sie fühlt. Hier gilt es, ein Gefühl zu bekommen für die jeweilige Situation und dich selbst in einem guten emotionalen State zu halten.

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